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Arbeit und Umwelt

7. Mai 2011 von Peter Schleich

Der gordische Knoten

Der Mensch hält lebenslang an den Erfahrungen aus seiner Jugendzeit fest. Diese erfahrenen Grundlagen sind für ihn normal und formen die Entscheidungsparameter  für sein späteres Erwachsenen-Leben. Geistige Normierung ist eigentlich nur durch später aufgesattelte Bildung (und die kostet neben Geld vor allem Anstrengungs-Arbeit) ausweitbar, vielleicht auch bedingt korrigierbar. Genauso verhält es sich mit dem organischen Aufbau unseres Körpers: wir sind, was wir essen. Unserer natürlichen Umwelt als Lieferant dieser Ernährungssubstanzen ist nicht mehr einfach nur zu vertrauen; denn Mensch hat mittlerweile derart zu der Denaturalisierung dieser Lebensgrundlagen beigetragen, dass er sich selbst bei bester Einsicht nicht mehr aus der „gordischen Verstrickung“ zu lösen vermag.

Der Legende nach entstammt die Bezeichnung „Gordischer Knoten“ aus der griechischen Antike. Demnach soll es einen Bund zwischen Mensch und Göttern gegeben haben. Als Zeichen seines Erfolges seines späteren Phrygischen Großreiches fuhr Gordios von Phrygien  einen Streitwagen (natürlich von Arbeits- Pferden gezogen). Als Symbol des Götter-Mensch-Bundes (eine Natur-Kultur-Bindung) war die (unlösbare) Verknotung zwischen Deichsel und hinter gespanntem Streitwagen mittels Seilverknotung (Seil als Zeichen des  damals als unüberwindbar geltenden  Materials) für den Wagenlenker der Hinweis, dass die Götter, nicht der Mensch, dem Wagen (Schicksal?) die Richtung vorgaben! Wir kennen noch heute den Sprachbegriff: „Mensch denkt, aber Gott lenkt“. Alexander der Große, auf dem Wege  zur Eroberung Asiens, hielt sich nicht mit dem “Auftüdeln“ auf und zerschlug den gordischen Knoten mit einem Schwerthieb. Das soll ca. 3oo Jahre vor Christi Geburt stattgefunden haben und könnte die Säkularisation-Idee in das menschliche Verhalten eingebracht haben.  Auch Abraham des Alten Testaments schlug in den Bund mit seinem Gott ein; Ergebnis war die Bundeslade des Volkes Israel. Nicht ohne Grund führen wir die abendländische Tradition auf Vorgaben „der alten Zeiten“ zurück.

Menschen, die ihre Lebensprägung noch aus der Nachkriegszeit holen können, kennen  „dicke Milch“: abends schüttete man frische Restmilch in eine offen Suppenschüssel; am folgenden Tag konnte man die säuerliche, mit etwas Zucker versüßte Dickmilch genießen – eine herrliche „Gesundspeise“. Heute wird die „behandelte“ Frischmilch (schon das Wort ist Unsinn) nur noch faul; wir „kaufen“ alle möglichen Industriespeisen aus dieser Milch. Chemische   Geschmacksverstärker  sorgen für Essbarkeit und überlisten unsere körperlichen Abwehrkräfte. Wir haben verlernt, unserem Immunsystem zu folgen und vertrauen lieber (weil alles so schön einfach scheint) den Werbeverheißungen; nur sind diese nicht von Göttern gemacht, sondern von Menschen, die so gerne „Götter spielen“(!) und mit unserem Lohn (Entgelt für geleistete Arbeit) nicht nur einsehbare Gewinne machen, sondern echt „absahnen“ wollen. Die Rechnung bezahlen zwar die (unwissenden, wirklich, gibt es die noch?) Erziehungsverantwortlichen, – aber den „Preis“ haben unsere „Moppelchen“  lebenslang abzutragen!

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GUTTENBERGEN

12. April 2011 von Peter Schleich

Guttenbergen ist ein Spiel mit dem Vertrauen.
Durch Vorgabe falscher Tatsachen steigt ein Spieler möglichst volksnah ein, um ein Guthaben auf dem Konto Vertrauen aufzuhäufen. Das Einbringen von Kontaktnetzen ist dabei sehr nützlich. Es gilt, im Spielverlauf nicht ertappt zu werden. Da alle Spielzüge im konkreten Leben stattfinden, aber mit abstrakten Wertmaßstäben vermessen werden, sind die Spielabläufe interpretierfähig. Der Spielteilnehmer, der viele Parteigänger hinter sich zu versammeln weiß, hat die höchsten Gewinnaussichten. Dabei ist der beste Unterstützer derjenige, der nicht viel fragt. Der Spielverlauf kann trotz bester Voraussetzungen der Teilnehmer Überraschungen beinhalten. Der Spielausgang folgt der Erkenntnis: wer zuletzt lacht, lacht am besten. Viel Spaß!.

Entschuldigen   –   Verzeihen  –  Vergeben

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Ansichten eines Aussenseiters

12. April 2011 von Peter Schleich

An dieser Stelle meiner Internet –Seite www.galerie-neander.de werde ich Beiträge unter dem Sammelbegriff

ANSICHTEN  EINES  AUSSENSEITERS

 

In loser Folge zur Diskussion stellen. Ich meine, dass die angesprochenen Themen von allgemeinem öffentlichem Interesse sein könnten. In vielen  Gesprächen stellte ich wiederholt fest, dass die Ansätze meines Nachfragens nicht von  allgemein gebräuchlicher  Art sind; deshalb habe ich beschlossen, mich auf diesem Wege einzumischen.

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